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Im Test: Univega Alpina B 3.0 eMTB

Univega Alpina B 3.0

Bei der online Recherche nach einem E-Bike im unteren Preissegment taucht regelmäßig das Alpina B 3.0 von Univega in den Ergebnislisten auf. Zeit sich das feuerrote Spielmobil mal genauer anzuschauen.

Der Preis ist heiß

Gekauft haben wir das eMTB zu einem echten „kann-man-schon-mal-machen“ Preis von rund 2.000 EUR. Online geistert das Alpina aktuell zwischen 2.016,94 EUR bis 3.020,87 EUR durch die hiesigen Preisvergleiche. Wobei um die 2.000 EUR ein echtes Schnäppchen und 3.000 EUR eher zu teuer sind

Wenn wir also 2.500 EUR mal als Mittelwert nehmen, bekommt man für sein Geld solides Material, welches auch in den kommenden Jahren sicherlich nicht der letzte Schrott sein sollte. Zwar ist das Herz des Bikes, der Bosch Performance Line CX, nicht mehr der aller neueste Motor, aber auch noch lange nicht out of Date, denn die vierte Generation des Performance Line CX ist gerade mal erst auf den Markt gekommen und findet sich derzeit auch eher noch in den hochpreisigen Flagships der E-Bike Manufakturen. Zudem sind die Änderungen auch eher für E-Bike Enthusiasten im sportlichen Bereich interessant. Und wir reden hier über ein Einsteiger Bike. Das allerdings in der Modellvariante 2020 verkauft wird und somit auch kein Discount-Abverkauf ist.

Solide Komponenten

Auch die weiteren Komponenten des Univega Alpina B 3.0 sind allesamt auf relativ hohem Niveau. Der Diamant-Aluminiumrahmen von Univega wird umgeben von Concept (Vorbau, Lenker, Sattelstütze und Sattel), Shimano (Hydraulische Scheibenbremsen und Bremshebel MT 200, Schaltwerk Deore, Kette CN-HG54), SR Suntour (Gabel) und Schwalbe (Laufräder Racing Ralph).

Ein ziemlich wichtiger Punkt ist auch der Bosch Powertube 500 Wh Akku. Ein Energiespender, der nicht nur State of the Art, sondern auch in jedem guten Fachhandel zu kaufen ist. Dieser ist sehr gut in den Rahmen integriert und zum Aufladen entnehmbar. Der Akku ist mit einem Schloss gesichert und kann somit nicht unbefugt entnommen werden. Bosch gibt die Ladezeit mit 4,5 Stunden für eine Vollladung an. Das kommt in etwa auch hin.

Reichweite abhängig vom Modus

Angepriesen wird das Rad mit einer Reichweite bis zu 150 Kilometer. Das ist eher etwas hoch gegriffen. Natürlich kann man das Alpina auch gänzlich ohne Unterstützung fahren oder den Eco-Modus wählen. Dann könnte das vielleicht passen. Aber wer will das schon. In den weiteren Modi Tour, eMTB und Turbo verbraucht der Akku natürlich wesentlich mehr Saft, aber aktuell können wir von rund 40 Kilometern im Turbo und in etwa 60 im eMTB Modus berichten. Im Tour Modus sollten sicherlich auch etwa 80-90 Kilometer drin sein.

Nicht verschwiegen werden sollte der „Schiebemodus“. Hier könnt ihr Euer E-Bike relativ entspannt mit Motorunterstützung schieben. Natürlich. Was auch sonst.

Weiterhin bietet das Alpina 10 Gänge. So wirklich braucht man zwar als Stadtradler nur die Gänge 7-10, aber mit diesen kann man durchaus in allen Situationen sehr bequem unterwegs sein. Im Bergischen Land oder aber tatsächlich im Gelände werden die restlichen vier Gänge sicherlich gerne genutzt.

Das Purion Display

Der Bordcomputer im Form des kleinsten Bosch Displays „Purion“ tut was er soll, zeigt auf dem Hauptbildschirm recht übersichtlich die Geschwindigkeit, den gewählten Modus und den Ladestand in Form von Balken und auf den weiteren Unterbildschirmen zusätzlich einen Tageskilometerzähler (Trip), den totalen Kilometerstand und die noch zu erwartende Reichweite in Kilometern (Range). Natürlich lässt sich die Elektronische Unterstützung hier auch ein oder ausschalten. Und es gibt noch einen USB Anschluss zur Wartung.

Das tut er mehr oder weniger genau, je nachdem womit man die Daten vergleicht. Bei der Geschwindigkeit liegt Purion immer so 2-3 km/h über den vergleichenden GPS Tools, im Bereich der gefahrenen Kilometer fast immer identisch mit Strava & Co. und in Sachen Reichweitenangabe auch recht exakt, wobei der Wert hier natürlich immer wieder fortlaufen auf Basis der Fahrdaten aktualisiert wird. Aber wenn da steht, das Nur noch Saft für 10 Kilometer ist, dann sollte man denn Eco-Modus nutzen und relativ schnell den Heimweg antreten.

Allerdings, das sei gesagt, kann man das Alpina B 3.0 auch relativ gut ohne Unterstützung fahren. Also selbst wenn der Akku am Ende ist, bedeutet das nicht das Ende der Fahrt. Allerdings muss beachtet werden, dass man dann die 27 Kg des Fahrrades nebst des eigenen Gewichts samt Gepäck mit reiner Muskelkraft bewegen muss. Aber so ist das nun mal mit dem Radfahren.

Fazit

Univega gehört zu den Pionieren im MTB Segment und so ist das Alpina B 3.0 sicherlich kein Baumarkt Bike. Auch wenn man andere Marken deutlich häufiger auf der Straße oder in der Werbung antrifft, sei nochmal erwähnt, dass fast alle dieser eMTB ähnliche oder identische Komponenten verbauen und meist nur der Alu Rahmen eine Eigenentwicklung ist. Und hier ist auch nicht wirklich viel Unterschied gegeben. Wer also für farbliche Vorlieben – das Univega Alpina B 3.0 gibt es leider nur in „firered/lightgrey“, oder wie ich es nenne in Rot/weiß – oder trendige Logos ein paar hundert Euro mehr investieren möchte, kann das natürlich in der bunten Markenvielfalt der Fahrradwelt tun. Aber für deutlich unter 3.000 EUR bekommt man mit dem Alpina B 3.0 alles was man für den Einstieg in die E-Bike Welt benötigt und mit Material, welches auch in den nächsten Jahren noch verbaut wird. Und das nicht nur für das Gelände. Auch für Pendler ist das Bike uneingeschränkt zu empfehlen, wenn man denn noch in ein paar wesentliche Anbauteile investiert. Denn im Auslieferungszustand ist das Fahrrad leider nicht STVO konform. Zwar werden Reflektoren für Vorne, hinten und die Speichen separat mitgeliefert, aber es fehlen dann dennoch die Beleuchtung und eine Klingel. Aber wir reden hier natürlich über Summen im maximal zweistelligen Bereich.

Die folgenden „Erweiterungen“ haben wir an das Univega Alpina B 3.0 montiert:

Ein Fischer Faltschloss haben wir u.a. aufgrund der fast identischen Farbe des Bikes gekauft. Sicherheit kann ja auch stylisch sein ;-). Grundsätzlich empfehlen wir eh immer zwei Schlösser zu verwenden. Denn das erhöht die Sicherheit um ein vielfaches. Die bösen Buben haben einfach nicht die Zeit zwei Schlösser zu knacken.

Ebenfalls von Fischer ist der Hinterbauständer. Hier gibt es nicht wirklich viel Auswahl für das Univega. Dieser passt an die beiden hinteren Bohrungen wie dafür gemacht. Wir finden ein Ständer muss gerade für die Stadt sein. Andernfalls gibt es bald böse Lackschäden vom Anlehnen.

Die Artaka Mudguards machen was sie sollen. Wasser und Dreck wird im urbanen Alltag weitestgehend eingedämmt und man kommt ohne Wasserstreifen auf der Hose an. Zudem schützt der vordere Mudguard den Akku recht gut vor Dreck und Wassermassen.

Das Pezimu Fahrradlicht LED Set hat uns von allen verfügbaren Sets im erschwinglichen Preisbereich am besten gefallen. Für deutlich weniger Geld als bei vielen anderen Angeboten bekommt man recht gute Qualität mit guter Lichtwirkung und das ganze klein, unauffällig, schnell zu montieren und STVO Konform.

Für längere Stadtfahrten empfiehlt sich außerdem ein etwas bequemerer Sattel. Aber bitte nicht zu altbacken, sondern auch im MTB Stil. Wir haben uns für den Terry Figura Gel Max entschieden und es bisher nicht bereut.


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