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Urban Mobility

XBus: Ein vielfältig einsetzbarer Elektrovan aus Deutschland

Zwar ist der XBus noch in der Entwicklung, der Prototyp jedoch sieht schon sehr interessant aus. ElectricBrands aus Itzehoe will den modularen Van bereits 2022 in Serie produzieren und verspricht im wahrsten Sinne des Wortes einen “Multi-Van”. Denn mit wenigen Handgriffen soll es dem Besitzer möglich sein den Bus zum Transporter oder auch zum Camper umzubauen. Ohne Spezialwerkzeug. Preislich soll der XBus bei 17.000 EUR in der Grundversion und rund 30.000 EUR in einer Vollausstattung liegen. Für die Einsatzmöglichkeiten ist das ein recht fairer Preis.

Ein cleveres, smartes und nachhaltiges Konzept

„Die Zeit ist reif für den XBUS“, ist sich Ralf Haller, Gründer der ElectricBrands AG, sicher. „Wenn wir auf die wachsende Verkehrsdichte schauen, können immer größere Autos nicht die Antwort sein. Wir brauchen clevere, wandlungsfähige und nachhaltige Konzepte, die uns allen die individuelle Mobilität und den persönlichen Lifestyle erhalten – und das ohne Abgase, dafür aber mit Komfort, gewohnter Reichweite und angemessener Geschwindigkeit. Und genau da setzen wir mit dem XBUS an.“

Geräumig genug, aber eben kein motorisiertes Kampfschiff

Der XBUS erfüllt die Kriterien der Leichtfahrzeugklasse L7e-B2 erfüllt. Das bedeutet: Elektroantrieb, Leermasse weniger als 600 kg, Transport von bis zu 3 Personen, Dauerleistung 15 kW, Peak-Leistung 56 kW und eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Die Abmessungen: 3,96 x 1,64 x 1,96 (Offroad: 2,03) und modulabhängig bis zu 1.000 kg Zuladung. Also perfekt für das urbane Umfeld.

Der Prototyp des XBUS des Unternehmens EletricBrands, Bilick in den XBUS

Zwei Fahrgestelle, acht modulare Varianten


Der XBUS ist ein echter Verwandlungskünstler für Handel und Gewerbe – aber auch ein Freizeitmobil mit Langstreckenqualitäten. Und das alles in einem – in kurzer Zeit angepasst. Zwei Fahrgestelle stehen zur Verfügung: der XBUS City und der XBUS Offroad mit mehr Bodenfreiheit. Beide Varianten gibt es als Basis in der Version Freedom oder mit acht verschiedenen Modulen. Der Clou: Die Module sind einfach und in kurzer Zeit selbst tauschbar. Ohne Spezial-Werkzeug. Alles was man braucht, sind vier Hände. Die acht Varianten entstehen durch die clevere Kombination verschiedener Module:


Bus
Mit dem Modul Fondkabine, das hinter der ersten Sitzreihe eine zweite ermöglicht und einem Kofferraummodul, entsteht ein klassischer Bus mit zwei Seitentüren und großer Heckklappe. Durch Umklappen der zweiten Sitzreihe und der Beifahrersitzlehne wird diese Variante zum Raumwunder mit über drei Kubikmeter Ladevolumen!


Kipper
Mit dem flachen Mittelmodul, das den Raum hinter der Fahrerkabine und unter der Ladefläche ausfüllt, und dem Kippmodul wendet sich diese Variante an alle, die im Beruf viel wegschaffen müssen. Das Mittelmodul kann als Tresor fürs Werkzeug genutzt werden und/oder für zusätzliche Akkupacks.

Koffer
Der hohe Kofferaufbau lässt viel Raum für Lieferdienste und ist ebenfalls mit dem flachen Mittelmodul kombiniert. Ein idealer Begleiter für die letzte Meile in die Stadt. Für ihn und die meisten XBUS-Varianten gilt: Es ist Raum für mindestens zwei Europaletten da. Zum Serienstart bietet der Hersteller verschiedene Koffervarianten an. Für Flottenkunden können individuelle Kofferaufbauten entwickelt und angeboten werden.


Universal
Wie der Bus geformt und mit dem Vorteil zweier Seitentüren zusätzlich zur großen Heckklappe, wird dieser Transporter zum idealen Begleiter zum Beispiel fürs Handwerk. Die glatten Flächen eignen sich perfekt für Schriftzüge. Innen ist viel Platz für Werkzeug und Material.

Pick Up!
Mit Fondkabine und Pick-Up-Klappen wird der XBUS zur Doppelkabine mit kurzer Ladefläche. Hier zeigt sich die Variabilität: Denn man kann die Ladefläche des Pick Up! auch einzeln kaufen und mit einem schon vorhandenen Bus kombinieren.


Pick Up
Wem eine Sitzreihe vorn ausreicht, der wählt den Pick Up, dessen Ladefläche fest ist, nicht hinten überragt und sich so vom Kipper unterscheidet. Auch hier ist wieder das Kofferraummodul hinter der Fahrerkabine unterhalb der Ladefläche mit dabei. Dies dient als optionales Batteriefach.

Open!
Der XBUS kann auch eine Cabrio-Limousine sein! Bei der Variante Open! haben Fahrer- und Fondsdach eine Cabrio-Funktion. Die Heckscheibe lässt sich entfernen. Bügel am Pick-Up- Modul warten aufs Abenteuer. Fehlen nur noch die Surfbretter.

Camper
Mit den Campingmodulen 1 und 2 entsteht ein kleiner Camper für zwei Personen. Das aufstellbare Hubdach gewährt volle Stehhöhe. An Bord sind Kühlschrank, TV, Kochfeld, Frischwassertank, Spüle und eine angenehm große Liegefläche von 210 x 130 cm.


Der Anspruch war vor allem aber, ein nachhaltiges Konzept auf die Räder zu stellen. Und das ist gelungen. Durch die Zusammenarbeit mit deutschen Lieferanten, entsprechend umweltschonenden Produktionsmethoden und kurzen Lieferwegen sowie den Einsatz von kobaltfreien Batterien kann der leichte XBUS seinen Klimarucksack schon nach weniger als 10.000 gefahrenen Kilometern ablegen. Und ist sein Ende irgendwann gekommen, lassen sich seine Einzelteile zu 98 % wiederverwenden.

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