E-Auto

Warum ich ein Elektroauto fahren wollte und warum es ein Hyundai Kona Electric geworden ist.

Eigentlich fangen solche “Warum ich ein Elektroauto fahren wollte…” Beiträge immer mit einem Tesla an. Irgendwie. Natürlich mache ich hier keine Ausnahme. Aber ich halte es kurz: Schöne Autos, aber mir irgendwie zu elitär und auch nicht wirklich in einem Preissegment in dem ich mich wohl fühle. So war es jedenfalls, als ich anfing mich für die Elektromobilität zu interessieren. Mittlerweile hat sich das, auch dank steigender Konkurrenz etwas gewandelt. Aber wie vermutlich viele Menschen, die anfangen sich für die Idee eines eigenen E-Autos zu begeistern, hat sich mein Interesse zunächst ein paar Ligen tiefer eingeordnet. Denn hier fing es dann tatsächlich auch an, dass Elektromobilität finanzierbar und somit auch vernünftig verargumentierbar (zumindest vor sich selber) erschien. Somit war die wichtigste Hürde also erstmal genommen.

Aber, um chronologisch zu bleiben, warum überhaupt hat sich der Wunsch nach einem E-Auto entwickelt?

Angefangen beim Klima, über die Kostenersparnis, bis hin zu (fast) lautloser und somit für die Umwelt angenehmer Fortbewegung habe ich im Laufe der Zeit die Vorteile der Elektromobilität erkannt. Natürlich ist ein E-Auto besser für die Umwelt. Auch wenn immer wieder Skeptiker versuchen die Ökobilanz eines E-Autos, mit teils absurden Fakten, schlecht zu machen, steht es wohl außer Frage, dass alleine das tägliche Fahren ohne lokale Emission nicht nur gut für das Klima, sondern auch für die Umwelt – also sowohl die Natur, als auch für meine Mitmenschen – ist. Punkt.

Natürlich kann man sich dann auch Gedanken über den Ökologischen Fußabdruck seines Autos machen und diese in die Kaufentscheidung einfließen lassen. Aber der Grundkonsens der besseren Umweltverträglichkeit ist gegeben. Also denke ich, dass je mehr Menschen sich für ein Elektrofahrzeug entscheiden, desto besser wird die Lebensqualität in Verkehrsreichen Städten und Kommunen.

Kommen wir zu den Kosten. Klar kostet Strom auch Geld und kostenlos fährt somit auch ein E-Auto nicht. Auch wenn es tatsächlich noch viele kostenlose Lademöglichkeiten – z.B. bei Discountern wie Lidl oder Kaufland, oder subventioniert durch Gemeinden – gibt, zahlt dennoch irgendjemand die Zeche dafür. Aber grundsätzlich sind die „Tank-Kosten“ (aktuell noch) günstiger als beim Verbrenner. Gleiches gilt auch für Wartungskosten. Diese fallen bei E-Autos wirklich deutlich geringer aus. Und auch steuerlich macht sich ein Stromer im Portemonnaie bemerkbar. Denn die nächsten 10 Jahre sind E-Autos steuerfrei.

Und ich bleibe auch bei den Kosten, denn hier entwickelt sich auch weiterer Aspekt bei der Entscheidung für ein E-Auto: Die Sache mit dem Laden. Natürlich kann man, wenn man in einem Ballungsraum lebt mittlerweile an zahlreichen Ladepunkten, aka. Ladesäulen sein Auto „betanken“. Laternenparker haben hier mittlerweile kaum noch nennenswerte Schwierigkeiten. Aber richtig toll wäre es natürlich über Nacht, zuhause an der heimischen Wallbox. Und am besten noch mit dem eigens über eine Photovoltaik erzeugten Strom. Wallbox sollte, sofern man das Glück eines passenden Stellplatzes hat, keine Problem darstellen, denn genau wie der Kauf eines Elektroautos gefördert wird, gibt es auch einen recht interessanten Zuschuss beim Kauf und der Installation einer Wallbox.

In Sachen Photovoltaik Anlage bin ich gerade in der Findungsphase und halte Euch hier natürlich auf dem Laufenden.

Kommen wir nun zur Wahl des „richtigen“ Autos und warum es bei mir der Hyundai Kona Electric geworden ist.

Anfänglich hatte ich den Renault Zoe in Blick. Allerdings war ich nie Fan der knutschkugeligen Optik des kleinen Franzosen. Und bei näherer Betrachtung und nach diversen Angeboten, hat sich ebenso rausgestellt, dass der Zoe zwar im Grundpreis recht günstig ist, aber sobald relevante Ausstattungsmerkmale hinzukamen, ging es aus dem anfänglich interessanten Preisbereich mehr und mehr in Regionen mit erhöhtem Wettbewerb, mit Hersteller die für einen ähnlichen Preis mehr zu bieten haben. Da war ich dann schon etwas näher dran am Opel Corsa-E oder dem Peugeot E-208.

Aber auch hier war nicht alles Gold was glänzte. Viele mir wichtigen Features wie zum Beispiel LED Beleuchtung oder – wie auch beim Zoe – CCS Laden, gab es nur gegen Aufpreis oder in einer höheren Ausstattung. Hinzu kamen die doch deutlich langen Lieferzeiten.

Eher durch Zufall bin ich dann auf den Kona gestoßen. Zunächst hatte ich mir den Bruder aus dem Hause Kia, den E-Niro angeschaut. Aber hier hat mir das Interieur nicht gefallen. Auch der Kona war keine Liebe auf den ersten Blick. Erst als ich ihn einmal in freier Wildbahn entdeckt und einen realistischen Blick auf den Koreaner werfen konnte, habe ich nun etwas mehr für den Crossover interessiert.

Ausschlaggebend für die Entscheidung waren dann hauptsächlich die Verbrauchswerte (rund 14 kWh auf 100 Km), sowie die Reichweite von fast 450 Kilometern, die umfangreiche Ausstattung, die Assistenzsysteme und eine Probefahrt. Und als ich dann noch ein wirklich gutes – in meinem Fall Gewerbe – Leasingangebot vom Autohaus Hirsch aus Chemnitz bekommen habe, ist die Entscheidung Gefallen.

Und seit dem 24.03.2021 fahre ich nun den Hyundai Kona in der Premium Ausstattung und der 64 kWh Batterie mit der dunkel grauen Lackierung „Dark Night“ und ich bin begeistert. Noch bin ich natürlich in der Ausprobierphase und mache, schaue und tue. Aber ich gewöhne mich jeden Tag mehr an das die Umstellungen die ein E-Auto mit sich bringt. Ich schätze ich werde hier sicherlich noch den ein oder anderen Bericht abliefern..


Weitere Beiträge